Banken sollen keine unversteuerten Gelder annehmen

Obligatorische Selbstdeklaration kein Thema

Schweizer Banken sollen keine unversteuerten Gelder annehmen. Im Rahmen der Finanzmarktstrategie will der Bundesrat daher strengere Regeln für die Banken, sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Die Regeln sollen sich nach den Vorgaben richten, welche bereits zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung angewendet würden.

Eine obligatorische Selbstdeklaration der Kunden will der Bundesrat aber nicht. Damit hätten ausländische Kunden ein Papier vorweisen müssen, welches beweist, dass ihr Geld versteuert worden ist. Die Banken können laut Bundesrat ein solches Papier anfordern, müssen aber nicht.

Die Schweizerische Bankiervereinigung ist froh, dass es keine Selbstdeklarationspflicht geben wird. Damit hätten ausländische Kunden ein Papier vorweisen müssen, welches beweist, dass ihr Geld versteuert worden ist. Erst danach hätten Schweizer Banken das Geld annehmen dürfen. Dies hätte die Kunden unter Generalverdacht gestellt, so die Bankievereinigung.

Der Bundesrat wolle aber durchaus strengere Regeln, damit Schweizer Banken eine unversteuerten Gelder annehmen würden, sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

Unter anderem gelte es einen Indizienkatalog zu befolgen.

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