Lance Armstrong zeigte sich emotional

Weitere Details zu seinen Dopingsünden machte er aber nicht

Der einstige siebenfache Tour de France-Sieger Lance Armstrong hat sich im zweiten Teil seines öffentlichen Geständnisses sehr emotional gezeigt. Weitere Angaben dazu, wie er gedopt hat und wer ihm dabei geholfen hat, machte Armstrong nicht.

Emotional war er vor allem in Bezug auf seine Kinder. "Ich beobachtete, wie mein Sohn Luke mich verteidigte und sagte: 'Das stimmt nicht. Was ihr über meinen Vater sagt, ist nicht wahr'", sagte Armstrong im zweiten Teil des Fernsehinterviews mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey. Das sei der Zeitpunkt gewesen, als er wusste, dass er es Luke sagen muss, erklärte Armstrong. Der 13-jährige Luke ist der älteste seiner fünf Kinder.

Zuvor hatte Armstrong über seinen erzwungenen Rückzug aus der von ihm gegründeten Krebsstiftung Livestrong gesprochen. In dem ganzen Skandal sei der Abschied von seiner Organisation für ihn der demütigendste Moment gewesen, sagte Armstrong. Livestrong "war wie mein sechstes Kind. Und die Entscheidung zu treffen, sich zurückzuziehen, war eine grosse Sache", sagte er weiter. "Es war
das Beste für die Stiftung, aber es tat weh wie die Hölle."

Ob er sich entehrt fühle, fragte ihn Talkmasterin Oprah Winfrey.
"Natürlich. Ich fühle mich gedemütigt. Ich schäme mich", antwortete Armstrong. Im ersten Teil des Gesprächs hatte der 41-Jährige nach jahrelangen Dementis gestanden, zu leistungssteigernden Substanzen gegriffen zu haben.

Audiofiles

  1. Beichte, Teil 2: Lance Armstrong wird emotional. Audio: Matthias Oetterli

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