Zentralschweiz profitiert überdurchschnittlich von Bundesaufträgen

2011 flossen rund 5.4 Milliarden in die Privatwirtschaft

Die Schweizer Bundesbehörden haben im Jahr 2011 rund 5.4 Milliarden Franken für Güter und Dienstleistungen von Privaten ausgegeben. Nun hat die Zeitung Tagesanzeiger in einem Bericht aufgezeigt, welche Bundesstellen die grössten Aufträge vergaben und welche Landesteile besonders davon profitierten. Beinahe jeder zweite Franken, welcher vom Bund in die Privatwirtschaft fliesst, stammt aus dem Verteidigungsdepartement VBS. Vor allem für den IT-Bereich, militärische Bauten, Waffen und Fahrzeuge wurden beinahe 2 Milliarden Franken ausgegeben. Auf der Seite der Empfänger wurden im Jahr 2011 besonders sechs Kantone überdurchschnittlich berücksichtigt: Uri, Luzern, Nidwalden, Bern, Thurgau und Freiburg. Die bisherige Verteilung von Bundesgeldern in Bezug auf Verträge mit Privaten wird vom Bundesparlament kritisch beobachtet. In der vergangenen Dezember-Session wurden zwei Vorstösse gutgeheissen, die eine ausgewogene Verteilung der Bundesaufträge zum Ziel haben.

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