Berlusconi erneut verurteilt

Gericht bestätigt Steuerbetrug aus erster Instanz

Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ist in einem Berufungsprozess erneut wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Ein Mailänder Gericht befand den 76-Jährigen im Verfahren um seinen Medienkonzern Mediaset des Steuerbetrugs für schuldig.

Vier Jahre Haft
Das Gericht verurteilte Berlusconi zu vier Jahren Haft, wovon er eines absitzen müsste. Ausserdem dürfte er fünf Jahre lang keine öffentlichen Ämter übernehmen.

Es geht um Schmiergeldfonds
In dem Fall ging es um Fernsehrechte, die Berlusconis Holding Fininvest von Hollywood-Studios gekauft hatte. Den Ermittlungen zufolge nutzte der Milliardär dafür eigene Offshore-Firmen und zahlte einen überhöhten Preis, um mit einem Teil der Summe einen Schmiergeldfonds einzurichten. Berlusconi und weitere Angeklagte hatten die Vorwürfe stets bestritten.

Urteil noch nicht rechtskräftig
Ein Urteil wird in Italien allerdings erst in der dritten Instanz definitiv rechtskräftig. Es wird erwartet, dass Berlusconis Anwälte sofort Berufung einlegen. Ihr Mandant hatte sich als völlig unschuldig bezeichnet und ein politisches Opfer der Mailänder Justiz genannt.

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