Mutmasslicher Tombola-Betrüger am Surseer Pelzfellmarkt

10'000 Lose zu wenig geliefert und Hauptgewinn einkassiert

An der Tombola des Pelzfellmarktes in Sursee ist es zu einem Betrugsfall gekommen. Der Los-Lieferant und ein Kollege sollen dabei auf illegale Weise den Hauptpreis, ein Auto im Wert von rund 20‘000 Franken, gewonnen haben. Der Los-Lieferant hatte ursprünglich 10‘000 Lose zu wenig geliefert. Dafür musste er den Organisatoren Schadenersatz bezahlen. Die beiden Beschuldigten entdeckten nach der Ziehung unter den nicht gelieferten Losen das Gewinnlos und reichten es ein. Der Hauptpreis - ein Opel Agila - wurde daraufhin dem Komplizen des Loslieferanten übergeben.

Mit dem Verkauf des Autos hätten die beiden mutmasslichen Betrüger die Schadenersatzforderung des Veranstalters gedeckt, heisst es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Der Schwindel sei durch die aufmerksame Kontrolle des
Organisationskomitees aufgeflogen, sagte Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft. Der mutmassliche Gewinner habe sich erst drei Wochen nach der Tombola gemeldet. Zudem habe zwischen dem Loslieferanten und dem vermeintlichen Gewinner eine Verbindung bestanden.

Die beiden beschuldigten Schweizer waren von der Polizei vorübergehend festgenommen worden. Sie sind wieder auf freiem Fuss. Die Staatsanwaltschaft Emmen führt nun eine Untersuchung durch.

Audiofiles

  1. Tombola-Betrug an Surseer Pelzfellmarkt wird untersucht. Audio: Matthias Oetterli

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