Luzerner Primarschüler haben weniger Unterricht

Im Vergleich mit dem Wallis ist es in der gesamten Primarschulzeit fast ein Jahr weniger

Primarschüler im Kanton Luzern müssen von allen Deutschschweizer Kantonen am wenigsten in die Schule. In ihrer Primarschulkarriere haben sie wöchentlich rund zwei Lektionen weniger Unterricht als die Kinder in andern Deutschschweizer Kantonen und sogar vier weniger als die Kinder im Wallis. Auf dieses Ergebnis kommt eine Auswertung der Stundentafeln, der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren wie die Sonntagszeitung berichtet. Charles Vincent, Chef der Luzerner Volksschulen relativiert. Im Kanton Luzern gäbe es viel mehr Unterricht mit der Halbklasse, da würden die Schüler entschieden mehr gefordert, als zum Beispiel im Frontalunterricht im Wallis. Die Diskussion um den Schulstundenvergleich ist durch den Lehrplan 21 aufgekommen. Dieser will die Bildungssysteme aller Deutschschweizer Kantone vergleichbarer machen. Der Lehrplan 21 ist noch bis Ende dieses Jahres in der Vernehmlassung und wird im Kanton Luzern voraussichtlich im Schuljahr 2017/2018 eingeführt.

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  1. Luzerner Primarschulkinder müssen künftig länger in die Schule. Audio: Urs Niedermann

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