Zahl der Toten weiter gestiegen

Eine Person aus der Schweiz verletzt

<p>Die Zahl der Toten ist auf 80 gestiegen.</p>

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist die Zahl der Toten auf 80 gestiegen. Über 30 Menschen - darunter vier Kinder - befinden sich noch in kritischem Zustand. Laut dem EDA hat sich eine Person aus der Schweiz verletzt, konnte das Spital aber bereits wieder verlassen.

Der 52-jährige Lokführer soll sich nach Medienberichten schon heute bei der Polizei zum Unfallhergang äussern. Er soll bereits eingeräumt haben, dass der Zug viel zu schnell gefahren sei. Erste Auswertungen der Blackbox hätten bestätigt, dass der Zug mit 190 statt 80 Stundenkilometern unterewegs war. Weiter unklar ist aber, weshalb der Zug so schnell fuhr.

Laut diversen Medienberichten soll der Lokführer im vergangenen Jahr auf Facebook allerdings Äusserungen gemacht haben, welche vermusten lassen, dass der 52-Jährige gerne schnell unterwegs war. Im März 2012 habe er ein Foto eines Tachos gepostet, welcher 200 Stundenkilometer anzeigte. Ein Freund postete dazu: "Wenn die Polizei dich erwischt, wirst du ohne Punkte enden." Wer in Spanien gegen die Verkehrsregeln verstösst, dem werden Punkte vom Fahrausweis abgezogen. Der Lokführer habe darauf geantwortet: "Was für ein Spass wäre es, parallel mit der Polizei zu rasen, sie zu überholen und den Geschwindigkeitsradar auszulösen. Haha, was für eine Busse für die spanische Bundesbahn."

Das Unglück stellt einen traurigen Rekord für die Nachrkiegszeit in Spanien auf:
- 1972 wurden 77 Tote gezählt, als ein Zug von Cadiz nach Sevilla in Andaulisien entgleiste.
- 1944 gab es eine Kollision zwischen einem Zug von Madrid nach Galicien und einer Lokomotive. Damals gab es 100 Tote.

Audiofiles

  1. Lokführer wird vielleicht noch heute befragt. Audio: Manuela Marra

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