Nidwaldner Firmen sollen weiterhin Kirchensteuer bezahlen

Regierung lehnt Initiative der Jungparteien der FDP und SVP ab

<p>Im Kanton Nidwalden sollen Unternehmen weiterhin einen Teil ihres Gewinnes an die Landeskirchen abgeben müssen.</p>

Im Kanton Nidwalden sollen Unternehmen weiterhin einen Teil ihres Gewinnes an die Landeskirchen abgeben müssen. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Initiative der Jungparteien von FDP und SVP geprüft und empfiehlt dem Kantonsparlament diese ohne Gegenvorschlag abzulehnen.

Für die Initianten ist die heutige Praxis unlogisch und unfair, weil ein Unternehmen nicht glauben könne und zudem andersgläubige Unternehmer gezwungen würden, Beiträge an die katholische und reformierte Landeskirche zu zahlen.

Der Nidwaldner Finanzdirektor Hugo Kayser sieht das anders. Die Kirchensteuer für juristische Personen sei logisch, fair und nötig. 80 Prozent der Bevölkerung gehörten einer Landeskirche an. Deren
Leistungen für die Allgemeinheit sei ausgewiesen. Der Regierungsrat weist zudem darauf hin, dass 18 der 26 Kantone eine Kirchensteuer für juristische Personen erhebe. Diese Steuer sei kein Standortnachteil. Mit rund 0,7 Prozent werde der steuerbare Reingewinn der Unternehmen zudem nur wenig belastet.

Das Nidwaldner Stimmvolk entscheidet im kommenden Mai über die Kirchensteuerinitiative. Derzeit zahlen die Unternehmen über die Kirchensteuer jährlich insgesamt 2.1 Millionen Franken an die beiden Landeskirchen.

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