Senioren ziehen immer später ins Altersheim

Heime müssen deshalb Millionen investieren

<p>Ein Zimmer im Betagtenzentrum Eichhof Luzern</p>

Seniorinnen und Senioren leben immer länger in den eigenen vier Wänden. Dies zeigen die neusten Zahlen aus den Zentralschweizer Kantonen. In den Altersheimen beträgt das durchschnittliche Eintrittsalter heute gut 82 Jahre. Für die Heime bringt dies grosse Umstellungen mit sich. Weil die Bewohner immer älter werden, wird die Pflege im Heim intensiver und auch anspruchsvoller.

Hohe Ansprüche an das Pflegepersonal

Eine Herausforderung für die Pflegenden ist, dass die Bewohner heute weniger lang im Heim bleiben als früher. In der Zentralschweiz durchschnittlich noch knapp zwei Jahre. Die Pflegenden müssen sich deshalb immer wieder auf neue Bewohner einstellen. Dies im Bewusstsein, dass diese Menschen schon bald wieder sterben können. Die Ansprüche an die Pflegenden sind deshalb in den letzten Jahren stark gestiegen.

Investitionen in Alterswohnungen

Zunehmend beliebt sind so genannte Alterswohnungen. Darin können Senioren selbständig leben. Sie können aber auf Unterstützung des Altersheimes zählen. In Cham baut das Heim Im Büel seit diesem Sommer 24 solche Alterswohnungen. Diese kosten insgesamt rund 12 Millionen Franken.

Vorübergehende Aufenthalte verdreifacht

Ein weiterer Trend ist, dass immer mehr ältere Menschen einen Kurzaufenthalt in einem Altersheim verbringen. Beispielsweise nach einem Spitalaufenthalt. Im vergangenen Jahr waren im Kanton Luzern rund ein Drittel der Altersheimbewohner nur vorübergehend für einige Wochen im Heim. Vor 7 Jahren waren es fast drei Mal weniger.

Audiofiles

  1. Alterspflege wird anspruchsvoller. Audio: Raphael Reichen
  2. Senioren ziehen immer später ins Altersheim. Audio: Tommy Durrer

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