F/A-18-Absturz: Beide Todesopfer des Flugzeugabsturzes geborgen

Blackbox wurde ebenfalls gefunden und wird nun ausgewertet

<p>Hier stürzte die F/A-18 in Alpnachstad ab.</p> <p>Ein Helikopter versucht das Feuer auf der Absturzstelle zu löschen.</p> <p>Ein Helikopter versucht das Feuer auf der Absturzstelle zu löschen.</p> <p>Ein Helikopter versucht das Feuer auf der Absturzstelle zu löschen.</p>

Nach dem Absturz eines Kampfflugzeugs in Alpnach von gestern sind beide Insassen der F/A-18 tot aufgefunden worden. Ihre Leichname sind inzwischen geborgen. Dies teilte das VBS mit. Bei den Opfern handelt es sich um einen Berufspiloten der Schweizerischen Luftwaffe sowie um einen Arzt des fliegerärztlichen Instituts der Luftwaffe (FAI), der bei diesem Trainingsflug als Passagier mitflog. Die Leichname werden nun gerichtsmedizinisch untersucht.

Auswertung der Blackbox könnte Wochen dauern
Während die Dokumentation der Absturzstelle bei Alpnach noch im vollen Gange ist, konnte die Blackbox inzwischen geborgen werden. Diese wird nun ausgewertet. Die Dauer dieser Auswertung hängt vom Zustand der Blackbox ab. Sie kann einige Tage oder auch Wochen dauern. Von der Datenauswertung der Blackbox erhofft sich der militärische Untersuchungsrichter erste Antworten zum Verlauf des gestrigen Fluges des verunfallten F/A-18. Die Militärjustiz wird über die Ergebnisse der Datenauswertung informieren, sobald diese abgeschlossen ist.

Augenzeugen berichten von Feuerwalze
Der F/A-18 war gestern im Gebiet Lopper ins eine Felswand gestürzt. Es handelte sich beim abgestürzten Kampfjet um eine F/A-18D-Hornet, eine zweisitzige Maschine. Die Maschine war in Meiringen gestartet und im Raum Alpnach unterwegs. Sie sei zusammen mit einem anderen Flugzeug auf Trainingsflug gewesen, sagte Aldo Schellenberg, Chef der Luftwaffe. Aus ungeklärten Gründen sei die eine F/A-18 oberhalb des Eisenbahntunnels in eine Felswand geprallt, sagte ein Augenzeuge gegenüber Radio Pilatus. Auf der Strasse und dem Bahngleis der Zentralbahn seien überall Trümmerteile gelegen. Eine andere Augenzeugin sagte, sie habe eine "Feuerwalze" gesehen.

Untersuchung kann Monate dauern
Nach dem Absturz des F/A-18-Jets hat die Militärjustiz eine Untersuchung angeordnet. Allerdings könne es Wochen oder gar Monate dauern, bis der Zwischenfall aufgeklärt sei, sagte Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, vor den Medien. Die Militärjustiz stellt für morgen erste Erkenntnisse - etwa zur Flughöhe - in Aussicht. Man habe den Schadensplatz sichern lassen und setze die Bergungs- und Aufräumarbeiten in der Nacht fort, sagte Kühne weiter.

Bahn und Strasse unterbrochen
Die Absturzstelle befindet sich zwischen dem Lopper-Tunnel und Alpnachstad. Die Zentralbahn-Strecke zwischen Hergiswil und Alpnach-Dorf ist sicher bis und mit Freitag unterbrochen, wie die Zentralbahn mitteilte. Es verkehren aber Ersatzbusse. Die Hauptstrasse zwischen Stansstad und Alpnachstad ist bis mindestens Freitagabend gesperrt.

Erst zweiter Absturz einer F/A-18 in der Schweiz
Die F/A-18 steht seit 1997 im Einsatz der Schweizer Armee. Der Absturz in der Zentralschweiz ist der zweite dieses Flugzeugtyps. Der erste Unfall ereignete sich gemäss Website der Luftwaffe im April 1998 im Wallis. Zwei Angehörige der Luftwaffe starben damals bei dem Unfall.

Audiofiles

  1. F/A-18-Absturz: Beide Todesopfer des Flugzeugabsturzes geborgen. Audio: Sämi Deubelbeiss
  2. F/A-18-Absturz: Besichtigung der Unfallstelle. Audio: Matthias Oetterli
  3. F/A-18-Absturz: VBS bestätigt erstes Todesopfer. Audio: Matthias Oetterli
  4. F/A-18-Absturz: Feuerwehr-Kommandant Thomas Schrackmann im Interview. Audio: Matthias Oetterli
  5. F/A-18-Absturz: Die Fakten zum Absturz. Audio: Adrian Derungs
  6. F/A-18-Absturz: Augenzeugen zum Unglück. Audio: Adrian Derungs
  7. F/A-18-Absturz - die aktuellen Erkenntnisse. Audio: Raphael Reichen
  8. Augenzeugin Albina aus Sarnen hatte Glück. Audio: Urs Schlatter
  9. F/A-18-Absturz: Radio Pilatus-Reporter Tommy Durrer live von der Medienkonferenz. Audio: Matthias Oetterli
  10. F/A-18-Absturz: Die Armeeführung im Wortlaut an der Medienkonferenz. Audio: Matthias Oetterli
  11. F/A-18-Absturz: Augenzeuge Thomas Schnider aus Udligenswil. Audio: Matthias Oetterli
  12. F/A-18-Absturz: Erste Übersicht. Audio: Matthias Oetterli
  13. F/A-18-Absturz: Augenzeugin Angela aus Alpnachibt den Absturz. Audio: Urs Schlatter
  14. F/A-18-Absturz: Radio Pilatus-Reporter Roman Unternährer in Alpnachstad. Audio: Matthias Oetterli
  15. F/A-18-Absturz: Radio Pilatus-Reporter Tommy Durrer in Alpnachstad. Audio: Matthias Oetterli

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