Nidwaldner Unternehmen sollen weiterhin Kirchensteuern zahlen

Kantonsparlament lehnt eine Initiative der Jungen FDP und der Jungen SVP ab

Nidwaldner Unternehmen sollen weiterhin Kirchensteuern zahlen. Das Nidwaldner Kantonsparlament hat eine entsprechende Initiative der Jungen FDP und der Jungen SVP abgelehnt. Die Initiative verlangt, dass die Kirchensteuer für Unternehmen abgeschafft wird. Beide Jungparteien argumentieren, dass Unternehmen nicht glauben könnten. Unternehmer, die keiner Landeskirche angehörten, dürften nicht gezwungen werden, an diese Institutionen Beiträge zu zahlen.

Leistungen für die Allgemeinheit
In Nidwalden beträgt die Abgabe rund 0,7 Prozent des steuerbaren Reingewinns. Total erhalten die katholische und reformierte Landeskirchen Nidwaldens von den Unternehmen 2,14 Millionen Franken. Falle dies weg, könnten die Kirchen für viele Leistungen, die sie für die Allgemeinheit erbringen würden, nicht mehr aufkommen, wurde im Kantonsparlament erklärt. Kanton und Gemeinden müssten in der Folge zusätzliche Aufgaben übernehmen.

Abstimmung im Mai
Als weiteres Argument gegen die Initiative wurde genannt, dass 80 Prozent der Bevölkerung einer Landeskirche angehöre.Das Nidwaldner Stimmvolk entscheidet im kommenden Mai.

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