Treuhänder glaubte, sein Klient sei tot und verbrauchte sein Geld

Kriminalgericht verurteilte ihn nun zu 15 Monaten Gefängnis

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Treuhänder zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Der heute 68-jährige hatte das Geld eines Klienten veruntreut, weil er glaubte, dieser sei tot. Seinem Opfer schuldet er gemäss Gerichtsurteil über 200'000 Franken. Das Urteil ist rechtskräftig.

 

Opfer und Täter lernten sich im Gefängnis kennen
Der verurteilte Treuhänder und sein Opfer hatten sich im Gefängnis kennengelernt. 2003 reiste das Opfer für eine befristete Anstellung nach Thailand und übergab sein Vermögen von 250'000 Franken dem Treuhänder, etwa um anfallende Zahlungen zu begleichen.

Nach Tsunami im Indischen Ozean für tot geglaubt
Nach dem Tsunami von 2004 ging der Vermögensverwalter davon aus, dass sein Klient tot sei, weil er sich nicht meldete. Abklärungen, um diese falsche Vermutung zu bestätigen, nahm der Täter gemäss Anklageschrift aber nicht vor.

Täter verwendete Geld für sich selber
Der Vermögensverwalter lebte damals auf dem Existenzminimum und war stark verschuldet. Er verwendete deshalb den Rest des ihm anvertrauten Vermögens - rund 110'000 Franken - in den nächsten zwei Jahren für seinen eigenen Lebensunterhalt.

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