Strafuntersuchung gegen Beat Hensler wurde eingestellt

Es konnte kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden.

<p>Gegen den ehemaligen Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler wird nicht weiter wegen Amtsgeheimnisverletzung ermittelt.</p>

Gegen den ehemaligen Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler wird nicht weiter wegen Amtsgeheimnisverletzung ermittelt. Eine Staatsanwältin aus dem Kanton Uri hat die laufende Strafuntersuchung eingestellt. Demnach machte er sich nicht strafbar, als er ein Video eines prügelnden Polizisten aus einer Strafuntersuchung intern vorführte.

Video von Prügelpolizist intern vorgeführt
Im Video ist ein Elitepolizist der Luzerner Polizei zu sehen, wie er bei einer Verhaftung im Juni 2013 einen am Boden liegenden Einbrecher mehrfach mit Fusstritten gegen den Kopf traktiert. Der damalige Polizeikommandant Beat Hensler zeigte das Überwachungsvideo drei Wochen später intern Mitgliedern der Sondereinheit Luchs. Hensler tat dies ohne die Einwilligung der Staatsanwaltschaft, obwohl das Video Teil einer Strafuntersuchung gegen den prügelnden Polizisten war.

Kein Vorsatz ersichtlich
Dem Beschuldigten könne aber kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden, heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern. Für eine Bestrafung fehle es am erforderlichen Vorsatz. Hensler sei sich nicht bewusst gewesen, dass er durch die Vorführung eine Amtsgeheimnisverletzung begehen könnte. Im Vordergrund seien für ihn bei der Vorführung primär der Schulungs- und Präventionszweck gestanden.

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