14 Millionen für ein neues Pfarreizentrum

In Sursee regt sich Widerstand gegen den geplanten Neubau der Kirchgemeinde

<p>Altes Pfarreizentrum in Sursee an der Dägersteinstrasse</p>

In Sursee plant die Katholische Kirchgemeinde ein neues Pfarreizentrum für rund 14 Millionen Franken.

Der Neubau soll am Vierherrenplatz realisiert werden. Gegen das geplante Pfarreizentrum regt sich nun Widerstand. Für die Grünen Region Sursee sind die Ausgaben deutlich zu hoch. Eine Renovation des alten Pfarreizentrums wäre ihrer Meinung nach sinnvoller.

Die Pfarrei Sursee sagte auf Anfrage von Radio Pilatus, dass die Kosten für eine Renovation des jetzigen Pfarreizentrums mit dem entstehenden Nutzen nicht verhältnismässig sind. Darum sei ein Neubau die einzige Lösung, so der Kirchenratspräsident von Sursee Willi Nick.

Der neue Standort des Pfarreizentrums am Vierherrenplatz wurde von der Stadtregierung Sursee vorgeschlagen. Das neue Pfarreizentrum hat einen grösseren Saal und deswegen müsse zusätzlich ein Parkhaus mit 200 Parkplätzen gebaut werden, so Willi Nick wieter. Das Parkhaus solle von einem privaten Investor realisiert werden, welcher Land neben dem neuen Pfarreizentrum am Vierherrenplatz nutzen wird. Der Vierherrenplatz ist momentan noch eine Zone für öffentliche Zwecke. Diese soll umgezont werden in eine Sonderbauzone, sodass der private Investor auch bauen kann. Der private Investor ist jedoch noch unbekannt. Diese Tatsache kritisiert die städtische SVP von Sursee.

Für die Grünen Region Sursee liegt das Problem aber darin, dass öffentlicher Grund an einen Privaten verkauft wird.

Die Stimmbevölkerung von Sursee entscheidet am nächsten Montag im Zusammenhang mit dem Pfarreizentrum über diese Umzonung. Grüne und SVP von Sursee raten dazu, die Umzonung abzulehnen. Die Stadtregierung, wie auch die Kirchengemeinde befürworten die Umzonung.

Audiofiles

  1. 14 Millionen für neues Pfarreizentrum in Sursee. Audio: Lukas Keusch

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