Nicht mehr sicher: Windows XP

Tipps und Tricks zum Umstieg

<p>Bekommt ab sofort keine Sicherheitsupdates mehr: Windows XP</p>

Per 8. April 2014 stellt Microsoft den Support für Windows XP ein. Ab sofort gibt es keine Sicherheitsupdate mehr für das 2001 eingeführte Betriebssystem. Werden neue Sicherheitslecks gefunden, werden diese innert kürzester Zeit von findigen Hackern und Kriminellen ausgenutzt. Deshalb ist jetzt der Moment zum Umsteigen gekommen. Immerhin rund 10 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer arbeiten nach wie vor mit Windows XP.

Upgrade auf Windows 8
Grundsätzlich läuft Windows 8 auch auf älteren PCs. Der Prozessor muss mindestens 1 GHz haben, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM) muss vorhanden sein und 16 GB freier Platz auf der Festplatte. Dann kann man direkt von XP auf Windows 8 upgraden. Es ist allerdings gut möglich, dass bei schwachen PCs arbeiten mit Windows 8 eher eine Qual ist. Testen, ob der PC für Windows 8.1 tauglich ist.

Neuer PC mit Windows 8
Wenn man sowieso alles zügeln muss, dann vielleicht ja grad auf einen neuen Computer. Vernünftige PCs gibt es im Handel ab ca. 600 Franken. Im Gegensatz zu früher sollte man beim Kauf zumindest für Büroanwendungen weniger auf die Prozessorgeschwindigkeit fokussieren, als vielmehr darauf, dass der neue PC eine SSD als Startlaufwerk eingebaut hat. Diese trägt wesentlich mehr zu einem flotten Arbeitstempo bei als ein schneller Prozessor. Die Daten kann man immer noch auf einer (externen) konventionellen Festplatte speichern. Um die Daten vom alten auf den neuen PC zu bringen, gibt es von Microsoft das Tool Windows Easy Transfer.
Auch Apple ist vorbereitet auf Umsteigewillige: Das Mac Betriebssystem OSX bietet beim Einrichten die Möglichkeit, die Daten eines Windows-PCs auf einen Mac zu übertragen.

Hardware behalten - auf Linux umsteigen
Wer den alten PC behalten will, ein Umstieg auf Windows 8 aber nicht möglich oder erwünscht ist, kann natürlich zum Beispiel auf Ubuntu umsteigen. Die Linux-Distributionen sind sehr viel benutzerfreundlicher geworden in den letzten Jahren. Und sie sind sehr bescheiden, was die Hardwareanforderungen angeht. Mit LibreOffice oder OpenOffice gibt es sogar tolle Open Source Alternativen zu Microsoft Office. Mit Linux hat man zwar ein sehr sicheres, stabiles System. Allerdings ist das Softwareangebot natürlich sehr beschränkt und die Programme sind oftmals alles andere als benutzerfreundlich. Aber wenn der PC nur zum surfen, mailen und Briefe schreiben verwendet wird, ist das durchaus eine valable Alternative. Für Abenteuerlustige und Non-Konformisten...

Auch Office 2003 bekommt keinen Support mehr
Zeitgleich mit Windows XP wird übrigens auch der Support für Office 2003 eingestellt. Allerdings ist dieser Schritt weniger sicherheitsrelevant als bei Windows XP. Trotzdem ist es eine gute Idee, auch für Office 2003 einen Ersatz zu beschaffen.

Audiofiles

  1. Vernetzt 8.4.2014. Audio: Maik Wisler

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