Mindestlohn-Initiative scheitert am Ständemehr

Das Lohnanliegen findet auch keine Chance beim Stimmvolk

Die Mindestlohn-Initiative ist am Ständemehr gescheitert. Schweizweit zeichnet sich ein wuchtiges Nein an der Urne ab. Gemäss Hochrechnung wird kein einziger Kanton Ja stimmen. Das Resultat ist eine herbe Niederlage für die Gewerkschaften.

Die Hochrechnung geht von einem Nein-Stimmenanteil von 77 Prozent aus. Von bislang 15 ausgezählten Ständen sagten elf mit über 80 Prozent Nein zur Initiative. Am höchsten fiel das Nein im Kanton Nidwalden mit über 87 Prozent aus. Der Kanton Jura lehnte das Ansinnen der Gewerkschaften mit 64 Prozent ab.

Die Mindestlohn-Initiative forderte die Einführung eines nationalen Mindestlohns von 22 Franken pro Stunde, was einem Monatslohn von rund 4000 Franken gleich käme. In der Schweiz arbeiten ungefähr 330'000 Personen für einen tieferen Stundenlohn. Betroffen sind häufig Frauen aber auch eine Lehre schützt vor tiefem Lohn nicht.

Mindestlohn-Initiative scheitert bereits am Ständemehr.

Kommentieren

comments powered by Disqus