Schönheitsoperationen: Komplikationen soll weiterhin die Krankenkasse bezahlen

Die Krankenkasse soll nach Schönheitsoperationen weiterhin bezahlen, wenn es Komplikationen gibt.

Führt eine Schönheitsoperation zu Komplikationen, soll weiterhin die Krankenkasse für die Folgebehandlung aufkommen. Die Gesundheitskommission des Ständerates empfiehlt seinem Rat, einen Vorstoss abzulehnen, der das anders handhaben möchte.

Wer heute eine Schönheitsoperation macht, die medizinisch nicht notwendig wäre, zahlt die Operation selber. Dazu gehört zum Beispiel das Lippen aufspritzen. Gibt es danach Komplikationen, dann bezahlt heute die Krankenkasse die Behandlung. Ein Vorstoss von CVP-Nationalrätin Ruth Humbel will das ändern. Wer eine sogenannte Lifestyle-Operation machen lässt und es danach Komplikationen gibt, der soll die Kosten für die Nachbehandlung auch selber machen.

Die Gesundheitskommission des Ständerates sprach sich mit 7 zu 4 Stimmen gegen den Vorstoss aus, wie die Parlamentsdienste  mitteilten. Aus Sicht der Mehrheit wäre in der Praxis schwierig zu belegen, ob Komplikationen wirklich auf die Schönheitsoperation zurückzuführen sind. Der Nationalrat hatte den Vorstoss angenommen. Nun muss der Ständerat darüber entscheiden.

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