Vortrittskampagne wegen Velofahrer

Die Missachtung des Vortritts ist die häufigste Ursache bei Velounfällen

Auch Velofahrer sollen bei rot anhalten.

In der Schweiz verunfallen jedes Jahr hunderte Velo- und E-Bikefahrer. Häufigste Ursache ist dabei die Missachtung des Vortritts. Die Polizei sowie verschiedene Organisationen starten deshalb die Kampagne „Vorsicht beim Vortritt - du weisst nie was kommt!“ Damit wollen sie die Verkehrssicherheit erhöhen, heisst es in einer Mitteilung der Zuger Polizei.

Dank der Kampagne sollen Velo- aber auch Autofahrer die Vortrittsregeln wieder besser beachten. Velofahrer sollen unter anderem bei Rotlicht- und Stoppsignalen immer anhalten. Aufgrund ihrer schmalen Silhouette würden Zweiradfahrende Gefahr laufen, dass sie in Vortrittssituationen von Automobilisten zu spät wahrgenommen oder gänzlich übersehen werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein erhöhtes Risiko birge auch die Unterschätzung der Geschwindigkeit von E-Bike-Fahrenden.

Zur Erhöhung der Sicherheit von Zweiradfahrenden ruft die Aktion Folgendes in Erinnerung:

Respektieren Sie die Verkehrsregeln

  • Halten Sie bei Rotlicht und bei Stoppsignalen immer an.
  • Verlangsamen Sie Ihr Tempo bei Rechtsvortritt, vor dem Kreisverkehr und anderen Kein-Vortritt-Signalen, sodass Sie rechtzeitig anhalten können.
  • Gewähren Sie beim Linksabbiegen dem Gegenverkehr den Vortritt

Machen Sie einen Kontrollblick

  • Machen Sie Kontrollblicke nach links, vorne und rechts, wenn Sie keinen Vortritt haben.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie im toten Winkel nicht gesehen werden und selbst andere nicht sehen können.

Machen Sie sich bemerkbar

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Velo korrekt beleuchtet ist; tragen Sie reflektierende Kleider.
  • Geben Sie vor jedem Abbiegen und Spurwechsel ein klares Zeichen.

Die Zuger Polizei wird zwischen dem 9. und dem 22. Juni 2014 spezifische Kontrollen im ganzen Kanton Zug durchführen und die Fahrzeuglenkenden zum Thema sensibilisieren.

Audiofiles

  1. Interview zur Vortrittskampagne mit Joe Müller von der Zuger Polizei. Audio: Roman Gibel

Kommentieren

comments powered by Disqus