Gefahr des Ertrinkens steigt mit Badesaison

In der Schweiz ertrinken jährlich durchschnittlich sechs Kinder

Mit der beginnenden Badesaison steigt auch die Zahl der Unfälle im Wasser. Bei Unfällen fordert nur der Strassenverkehr bei Kindern mehr Todesopfer als das Ertrinken. Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz sechs Kinder ertrunken.

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gemeinschaft SLRG hat sich das Ziel gesetzt, dass kein Kind mehr ertrinken darf. Das Wichtigste sei, dass Kinder immer beaufsichtigt und in Griffnähe seien, wenn sie am Wasser spielen, sagt Philipp Binaghi Kommunkationsleiter der SLRG.

Kinder immer beaufsichtigt und in Griffnähe behalten

Die Verantwortung hätten zwar die Erwachsenen, aber über die Gefahr des Wassers müssen auch die Kinder informiert werden, sagt Philipp Binaghi weiter.

Darum hat die SLRG bereits vor acht Jahren mit der Präventionskampagne „Das Wasser und ich“ begonnen. Ausgebildete Lebensretter gehen in der ganzen Schweiz in Kindergärten und klären die Kinder über die Risiken neben und im Wasser auf. „Dies geschieht mit zehn Botschaften, welche die Kinder spielerisch einüben. Eine lautet zum Beispiel: Dem Spielzeug ‚tschüss‘ winken wenn es ins Wasser fällt. Eine andere, dass man nur bis Bauchtief ins Wasser geht“, sagt Philipp Binaghi Kommunkationsleiter der Schweizerischen Lebensrettungs-Gemeinschaft SLRG.

Schon bei einer Wassertiefe von 10cm kann ein Kleinkind ertrinken

Bereits 100‘000 Kindergartenkinder wurden in den vergangenen acht Jahren informiert. Es sollen aber noch viele mehr werden, da die Zahl der ertrunkenen Kinder kaum beachtenswert zurückgegangen ist.

Weitere wichtige Tipps, wie Sie Ihr Kind vor dem Wasser schützen können, finden Sie hier.

 

Audiofiles

  1. Kinder sind am Wasser gefährdet. Audio: Lukas Keusch

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