Krankenkasse bezahlt Pfusch bei Schönheits-OP

Nationalrat scheiterte mit der Idee der Patienten-Haftung

Wenn Schönheits-Chirurgen pfuschen, zahlt weiterhin die Krankenkasse.

Führt eine Schönheitsoperation zu Komplikationen, müssen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung weiterhin bezahlen. Der Ständerat hat einen Vorstoss aus dem Nationalrat abgelehnt, welcher eine Änderung verlangte. Das Verschulden dürfe keine Rolle spielen, lautete der Tenor.

Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel hatte verlangt, dass angesichts der Zunahme von Lifestyle-Eingriffen klare Grenzen gezogen werden müssten. Wer sich ein Gesichtslifting oder eine Nasenkorrektur machen lasse, sollte nicht nur für diesen Eingriff, sondern auch für die Folgekosten bei Komplikationen oder fehlerhaften Behandlungen selbst aufkommen müssen. Nach dem Nein des Ständerates ist der Vorstoss nun vom Tisch.

Audiofiles

  1. Pfusch bei Schönheits-OP wird weiter von Krankenkasse bezahlt. Audio: Radio Pilatus AG

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