Opfer des «Luchs»-Einsatzes schuldig gesprochen

Der Mann soll zu Unrecht Suva-Taggelder kassiert haben

Spezialeinheit der Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Vor knapp 10 Jahren wurden im Kanton Schwyz zwei unschuldige Männer bei einem Polizeieinsatz der Sondereinheit «Luchs» verletzt. Eines der Opfer wurde nun wegen Betrugs schuldig gesprochen.

120‘000 Franken von der Suva kassiert

Der 26-jährige Mann bezog nach dem Vorfall Suva-Taggelder. Zudem hat er sich für eine IV-Rente angemeldet. Er gab an, eine posttraumatische Belastungsstörung zu haben. Von der Suva kassierte der Mann 120‘000 Franken. Das Gesuch für eine IV-Rente wurde abgelehnt.

Störungen waren wohl vorgetäuscht

Das Geld der Suva hat der Mann zu Unrecht erhalten, urteilt nun das Schwyzer Strafgericht. Es bestätigt entsprechende Medienberichte. Der Mann habe bereits wenige Tage nach vom Vorfall Interviews geben können. Später habe er die Fahrprüfung absolviert – trotz angeblicher Angst vor einem Aufenthalt auf der Strasse. Zudem sei der Mann bei verschiedenen Sportaktivitäten beobachtet worden.

Das Schwyzer Strafgericht verurteilt den 26-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung. Dies wegen gewerbsmässigem Betrug. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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