Stadt Zug will mit Seewasser heizen

Pionierprojekt für die Energieversorgung geplant

Die Stadt Zug: Im Endausbau kostet das Energie-Netz rund 240 Millionen Franken.

In der Stadt Zug soll bis in vier Jahren ein ganzes Wohn- und Wirtschaftsquartier mit See- und Grundwasser geheizt und gekühlt werden. Die nötige Energie wird aus dem Zugersee und aus Grundwasser gewonnen und über ein Verteilnetz an die angeschlossenen Gebäude weitertransportiert. Das geplante Pionierprojekt wird von den Wasserwerken Zug WWZ gebaut und betrieben. Mit dem Projekt können die CO2-Emissionen im entsprechenden Gebiet um rund 80 Prozent gesenkt werden.

Für den Kanton ist das Projekt von grossem Interesse: 2008 hatte der Regierungsrat ein Leitbild verabschiedet, das den Kanton zu einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik verpflichtet. Das Legislaturprogramm bekräftigte die Ziele, verschiedene Massnahmen wurden bereits umgesetzt. Zudem ist das Projekt ein wichtiger Schritt zur 2000-Watt-Gesellschaft. Zu deren Zielen hatte die Stadtzuger Bevölkerung 2011 Ja gesagt.

In einer ersten Etappe wird mit Kosten von 45 Millionen Franken gerechnet, im Endausbau mit 240 Millionen. Als nächstes muss nun das Konzessions-Gesuch eingereicht werden.

Audiofiles

  1. Stadt Zug will mit See- und Grundwasser heizen und kühlen. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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