Hitler-Attentat jährt sich zum 70. Mal

Gedenkveranstaltungen in Deutschland

Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg

Vor genau 70 Jahren, am 20. Juli 1944, sollte Adolf Hitler sterben. Doch ein Attentat auf Hitler misslang.

Eine Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg hatte versucht, Hitler zu töten. Stauffenberg gelang es zwar, eine in einer Tasche versteckte Bombe im Konferenzraum des Führerquartiers zu deponieren. Doch Hitler wurde bei der Explosion nur leicht verletzt. Damit scheiterte auch die Operation Walküre, die einen politischen Umsturz in Nazi-Deutschland bringen sollte. Noch am Abend des 20. Juli wurden Stauffenberg und drei weitere Attentäter erschossen. Dies im Bendlerblock, dem heutigen Sitz des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Nachdem die vier erschossenen Offiziere zunächst in Uniform mit Orden und Ehrenzeichen bei einer Kirche begraben worden waren, ließ Reichsführer Heinrich Himmler die Leichen am nächsten Tag exhumieren, verbrennen und ihre Asche in den Berliner Kläranlagen verteilen. Später wurden Dutzende weitere Personen hingerichtet, die in das Attentat verwickelt waren.

Die Erinnerungen an das Attentat gehen langsam verloren. Eine Umfrage in Deutschland ergab kürzlich, dass nur noch 45 Prozent aller Deutschen über 16 Jahren wissen, was am 20. Juli 1944 geschehen ist.

Umso wichtiger ist es Politikern, jungen Leuten zu vermitteln, dass es von grosser Bedeutung sein kann, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. In ganz Deutschland gibt es deshalb heute Veranstaltungen zum Thema.

 

 

 

 


 

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  1. Hitler-Attentat jährt sich zum 70. Mal. Audio: Andy Hochstrasser

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