Auch Armee-Befürworter waren gegen den Gripen

Eine Analyse zeigt, weshalb die neuen Kampfflugzeuge abgelehnt wurden

Der Kampfjet Gripen

Im Mai hat das Schweizer Stimmvolk den Kauf der Gripen-Kampfjets abgelehnt. Eine Abstimmungsanalyse zeigt nun Details zum Abstimmungsverhalten der Schweizer. Die sogenannte VOX-Analyse vom Forschungsinstitut gfs.bern und der Universität Zürich zeigt, dass vor allem Wähler der linken Parteien den Gripen ablehnten. Aber auch bei den Mitte-Wählern war jeder zweite gegen den Gripen. Einzig bei den Wählern der SVP fanden die neuen Kampfjets Zustimmung.

Auch Armee-Befürworter gegen den Gripen

Hätten in der Schweiz nur die Männer abgestimmt, dann wäre der Gripen angenommen worden – 53 Prozent der Männer sagten Ja. Bei den Frauen betrug die Zustimmung nur 42 Prozent. Die Analyse der Abstimmung zeigt weiter, dass das Nein zum Gripen nicht unbedingt ein Nein zur Armee ist. So sagten auch ein Viertel der Armee-Befürworter Nein zum Gripen.

Viele Gründe für ein Nein

Die Gründe, weshalb die Schweizer den Gripen ablehnten sind vielfältig. Viele störten sich an den Kosten. Andere fanden den Gripen ein ungeeignetes Flugzeug oder wollten eine generelle Neuausrichtung der Armee. Auch die Pannen im Abstimmungskampf waren für einige Schweizer ein Grund, Nein zu stimmen.

Für diese Analyse der Abstimmung wurden insgesamt 1510 stimmberechtigte Personen befragt. 

Audiofiles

  1. Vox-Analyse: Deshalb wurde der Gripen-Kampfjet abgelehnt.. Audio: Rolf Blaser

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