Energie aus dem Vierwaldstättersee

Private Unternehmer wollen Gebäude in Luzern Süd heizen

So funktioniert die Tempraturregulierung mit Seewasser Die beiden Initianten des Projekts: Seenergy-Investor Bruno Amberg (links) und Ingenieur Bernhard Etienne Der gesamte Perimeter von Seenergy

Als Leuchturmprojekt bezeichnen Unternehmer Bruno Amberg und Ingenieur Bernhard Etienne das Vorhaben im Süden der Stadt Luzern. Mit Wasser aus dem Vierwaldstättersee wollen die Vorsteher der Seenergy Horw AG die Gebäude der Gemeinden Horw, Kriens und der südlichen Stadt Luzern im Winter heizen und im Sommer kühlen.

Aus technischer Sicht funktioniert das Heizen und Kühlen der Häuser ähnlich wie bei einem Kühlschrank. „Zum Heizen der Gebäude wird dem Seewasser Wärme entzogen, zur Kühlung wird den Gebäuden Wärme entzogen und mit dem Wasser wieder in den See eingeleitet“, erklärt Ingenieur Peter Berchtold. Den Vierwaldstättersee bezeichnet er als riesige Batterie, die es nur noch abzuzapfen gilt.

„Mit unserem Projekt wollen wir einen Beitrag zu umweltfreundlicher Energie liefern“, betont Etienne. „Denn auch unsere Nachfahren sollen auf einer gesunden Erde leben dürfen. Dazu wollen wir mit dem Projekt beitragen“. Auch die Horwer Gemeinderätin Manuela Bernasconi ist von der Idee begeistert: "Wir haben ebenfalls an einem ähnlichen Konzept in der Gemeinde gearbeitet. Das dies nun von Privaten umgesetzt wird, ist erfreulich“.

Neu ist die Idee jedoch nicht. Bereits heute werden einzelne Gebäude mit Seewasser geheizt und in der Stadt Zug wurde vor gut einem Monat ein ähnliches Projekt vorgestellt. Nur die Grösse des Projekts bezeichnet Etienne als einzigartig. Das Konzessionsgesuch wurde am 25. Juli eingereicht und erscheint am 16. August im Kantonsblatt. Bei reibungslosem Ablauf soll ab Frühling 2015 gebaut und ab September 2016 das erste Gebäude mit Seewasser beheizt werden.

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