Caritas geht gegen Jugendverschuldung vor

Zehn goldene Regeln sollen Jugendverschuldung senken

Jeder dritte Jugendliche in der Deutschschweiz ist verschuldet

Das Schweizer Hilfswerk Caritas verstärkt seinen Kampf gegen die Jugendverschuldung. Zehn Tipps sollen Jugendlichen den kompetenten Umgang mit Geld, Konsum und Schulden aufzeigen. Jürg Gschwend von der Caritas Schweiz: „Neu ist, dass man wirklich einen Überblick hat über die wichtigsten Informationen rund um Geld und Schulden.“

Goldene Regeln

"Geben Sie Ihr Geld überlegt aus", "Rechnen Sie vor dem Zügeln", "Kalkulieren Sie bei einem Autokauf alle Kosten" oder "Sparen Sie für Ungeplantes", lauten vier der Regeln. Jede wird mit einem kurzen Text und einem Piktogramm erläutert. Beigefügt sind Links zu weiterführenden Angeboten, wie etwa zu Beratungsstellen. Caritas will mit den Regeln einen Beitrag leisten zum kompetenten Umgang mit Geld, Konsum und Schulden, wie sie mitteilte. Die Anforderungen an die im Umgang mit Geld häufig noch wenig erfahrenen jungen Menschen seien in der stark konsumorientierten Gesellschaft hoch.

Soll im Unterricht angewendet werden

Verfasst haben die goldenen Regeln Bildungsfachleute, Jugendliche und Jugendliche Erwachsene. Zusätzlich zu haben sind Merkblätter mit weiterführenden Informationen sowie Anregungen für den Einsatz der Regeln im Unterricht. Ansprechen will Caritas in erster Linie Lehrerinnen und Lehrer an Berufsschulen und Gymnasien. Es sei aber nicht nur wichtig, dass das Thema an die Jugendlichen herangetragen wird, sagt Barbara Bracher von der Schweizerischen Fachstelle für Schuldenfragen: „Der kompetente Umgang mit Geld muss auch den Eltern vermittelt werden, dass dieser in die Erziehung einfliessen kann.“

Jeder Dritte Jugendliche ist verschuldet

In der Deutschschweiz ist jeder Dritter Jugendlicher verschuldet. Bei jedem Zehnte betragen die Schulden mehr als 2‘000 Franken. Dies zeigen die Zahlen, welche die Wirtschaftshochschule Luzern im vergangenen Jahr veröffentlicht hatte.

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