Das Stimmvolk ist gegen die Einheitskasse

Das zeigt die letzte SRG-Umfrage vor dem Abstimmungssonntag

Die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks wird gemäss der zweiten SRG-Trendumfrage am 28. September beide Volksinitiativen ablehnen. Bei der Einheitskrankenkasse hat sich der Nein-Trend verstärkt, bei der Mehrwertsteuer-Initiative von GastroSuisse zeichnet sich neu ein Nein ab. Bei der ersten Umfrage vor fünf Wochen waren die Meinungen zur Gastro-Initiative noch nicht gemacht. Auch bei der zweiten Umfrage knapp drei Wochen vor der Abstimmung waren noch 13 Prozent der Teilnahmewilligen unentschieden, teilte das Forschungsinstitut gfs.bern mit.

Angst vor teurem Systemwechsel
Bei der Initiative "für eine öffentliche Krankenkasse" zeigt sich eine verbreitete Befürchtung, dass ein Systemwechsel bei den Krankenkassen teuer kommt. Diese Bedenken seien wichtiger als vorhandene Kritik an den bestehenden Kassen, schreibt gfs.bern. Es zeichnet sich weiter ein Röstigraben ab: Mit je 51 Prozent Ja knapp für die Vorlage seien die Stimmbürger in der Romandie und im Tessin. Klar dagegen mit einem Nein-Anteil von 61 Prozent jene in der Deutschschweiz. Die Stimmbeteiligung dürfte am 28. September gemäss gfs.bern bei 45 Prozent liegen.

Über 1'400 Teilnehmer
Die Umfrage basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1'421 Stimmberechtigten in den drei hauptsächlichen Sprachregionen. Sie wurde zwischen dem 6. und dem 13. September durchgeführt. Der statistische Fehlerbereich wird mit plus/minus 2,7 Prozent angegeben.

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