Nidwalden budgetiert 12 Millionen Minus für nächstes Jahr

Die fetten Jahre seien vorbei, konstatiert Nidwaldner Finanzdirektor

Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard.

Der Kanton Nidwalden hat für das nächste Jahr ein Minus von 12 Millionen Franken in der Kantonskasse budgetiert. Man habe sich bei der Steuerpolitik der vergangenen Jahre zu stark in Sicherheit gewogen, sagte der Nidwalder Finanzdirektor Alfred Bossard bei der Präsentation des Budgets. Eine Steuererhöhung sei in den kommenden Jahren unausweichlich. Diese solle aber frühestens in zwei Jahren kommen. Dank einem buchhalterischen Trick konnte eine Steuererhöhung für das nächste Jahr vermieden werden.

"Nach den sieben fetten Jahren, kommen nun sieben magere Jahre." 

Das sei so gewollt, sagte Alfred Bossard an der heutigen Budgetpräsentation. Der Grund: Diverse Posten wie die Ausschüttung der Nationalbank, sowie die Beiträge für den nationalen Finanzausgleich seien noch unbestimmt. Die Steuererhöhung soll dann kommen, wenn mehr klarheit herrsche, so Bossard weiter.

Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitut BAK-Basel hat ausserdem gezeigt, dass Nidwalden im Vergleich zu anderen Zentralschweizer Kantonen über eine günstige Kantonsverwaltung verfügt. Einzig die Bildungsdirektion und die Sozial- und Gesundheitsdirektion sind teurer als bei den Vergleichskantonen. Diese Bereiche werden nun untersucht, bevor im Dezember allfällige Massnahmen präsentiert werden sollen.

Audiofiles

  1. Nidwalden nächstes Jahr in den roten Zahlen. Audio: Roman Gibel

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