Deutliches Ja zu Sondersteuer für Hochwasserprojekt Sarneraatal

82 Prozent der Bevölkerung stellten sich hinter die Vorlage

Das Obwaldner Stimmvolk sagt Ja zur Finanzierung des Projekts Hochwassersicherheit Sarneraatal.

Die Obwaldner Regierung kann das Projekt Hochwasserschutz Sarneraatal  vorantreiben. Das Stimmvolk hat sich klar hinter das grösste Hochwasserschutz-Projekt des Kantons gestellt. 82% der Obwaldner Stimmenden haben das Gesetz dazu genehmigt. Zur Finanzierung wird im Halbkanton 2015 eine neue Steuer eingeführt und soll gemäss Regierung während 15 bis 20 Jahren erhoben werden.

Baustart Ende 2016
Vorgesehen ist ein rund 6,6 Kilometer langer unterirdischer Stollen, der Fluten künftig östlich um das Dorf Sarnen herumleiten soll. Er beginnt beim Sarnersee und mündet unterhalb des Wichelsees in die Sarneraa. Daneben sind ein Hilfswehr zur Seeregulierung sowie entlang der Sarneraa eine neue Brücke, Ufersanierungen und ein Ausbau des Flussbetts vorgesehen. Der Baustart ist für Ende 2016 geplant, sofern nicht etwa Einsprachen das Projekt verzögern. Die Bauarbeiten sollen insgesamt rund sechs Jahre dauern.

111 Millionen Franken
Der Bund beteiligt sich mit 35 bis 65 Prozent an den Kosten des 111 Millionen Franken teuren Hochwasserschutzprojekts. Seine genaue Beteiligung gibt der Bund nach Vorliegen der Bauprojekte bekannt. Den Rest der Kosten teilen sich der Kanton Obwalden (zu 60 Prozent) sowie die Standortgemeinden Sarnen (33), Sachseln (6) und Giswil (1).

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