Die Luzerner Busse sollen pünktlicher werden

Seit heute gibt es eine neue, durchgehende Busspur zum Bahnhof Luzern

Die neue Busspur auf der Pilatusstrasse in Luzern Die neue Busspur auf der Pilatusstrasse in Luzern

Eigentlich ist die neue Busspur auf der Pilatusstrasse in Luzern kurz – nur rund 100 Meter. Für die rund 53‘000 Buspassagiere, welche täglich über die Pilatusstrasse fahren, können die 100 Meter Busspur aber entscheidend sein. Die Busunternehmen erhoffen sich, dass durch die durchgehende Busspur die Busse pünktlicher werden. Ein wichtiges Anliegen, sagt Beat Wiget, der Leiter der Region Zentralschweiz von Postauto Schweiz AG: „Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des Fahrplans sind die wichtigsten Argumente der Kunden, um den ÖV zu benutzen“.

vbl will keine Stadt nur für Autofahrer

Auch der Direktor der vbl, Norbert Schmassmann ist froh, dass die Busse zum Bahnhof neu eine eigene Spur haben: „Busspuren braucht es, damit der ÖV funktioniert. Das ist wie bei den Bahnen, welche auch ein eigenes Trassee haben“. Man könne keine Stadt haben, in welcher nur die Automobilisten priorisiert werden. Es sei ein Geben und Nehmen.

Sorgen im Neustadt-Quartier

Keine grosse Freude an der neuen Regelung hat man beim Quartierverein Hirschmatt-Neustadt. Man sei zwar nicht gegen die Busspur, sagt der Co-Präsident des Quartiervereines, Markus Schulthess: „Wir finden es aber nicht sinnvoll, dass man den ganzen motorisierten Verkehr durch das Quartier umleitet“. Man werde die neue Situation jetzt aber erst einmal beobachten. 

Die Zufahrt zum Bahnhof Luzern ist künftig nur noch via Zentralstrasse möglich.

Audiofiles

  1. Die Busse sollen pünktlicher werden. Audio: Raphael Reichen

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