SBB-App hat Programmierfehler

Tickets könnten rückwirkend gelöst werden für den Fall einer Kontrolle

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Wer innerhalb des Schweizer Verkehrsverbunds ein Ticket braucht, kann dieses in den meisten Fällen über die SBB-App kaufen. Dort gibt es aber einen Programmierfehler. Gemäss Zeitschrift Beobachter ist es möglich, ein Ticket zu reservieren und nur im Fall einer Kontrolle auch wirklich zu kaufen. Dafür müsste man den Verkaufsvorgang im App starten bevor der Zug abfährt. Solange keine Kontrolle kommt, würde man den Kaufvorgang allerdings nicht abschliessen. Kommt dann der Kondukteur, könnte man den Vorgang noch abschliessen und hätte trotzdem ein gültiges Ticket.

Keine Werbung für Schwarzfahrer

Gegenüber dem Beobachter hat die SBB gesagt, dass man vom Programmierfehler Kenntnis hat. Man wolle den Fehler noch diesen Monat ausmerzen. Auf Anfrage von Radio Pilatus wollte die SBB aber keine Stellung mehr nehmen, da man keine Werbung für Schwarzfahrer machen wolle.

Auch andere Anbieter betroffen

Vom Fehler in der SBB-App sind auch andere Streckennetze wie etwa die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) oder die Postauto Schweiz AG betroffen. Diese hoffen, dass die SBB den Fehler so schnell wie möglich behebt. Christoph Zurflüh vom Tarifverbund Passepartout sagte auf Anfrage, dass ein solcher Fehler in der App einfach nicht sein dürfe. Bei den Postauto-Betrieben relativierte man jedoch. Die Fahrgäste würden ohnehin meistens beim Chauffeur einsteigen und so gleich das Fahrticket präsentieren oder direkt kaufen.

HINWEIS: Trotz des Programmierfehlers bleibt Schwarz fahren natürlich strafbar.

Audiofiles

  1. SBB-App hat Programmierfehler. Audio: Roman Gibel

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