Der Zentralbahn droht eine Millionenklage

Angehörige der israelischen Opfer fordern eine Entschädigung

Das Unfall-Fahrzeug: Die Angehörigen der Opfer fordern eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Nach dem schweren Minibus-Unfall mit drei Toten in Wolfenschiessen im August droht der Zentralbahn eine Millionen-Klage. Wie die „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens heute Abend berichtet, erheben die Angehörigen der israelischen Opfer schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. Gefordert werden könnte eine Entschädigung von sicher einer Million Franken oder mehr, bestätigt der Opfer-Anwalt Massimo Aliotta auf Anfrage von Radio Pilatus den Bericht der „Rundschau“. 

Summen in dieser Grössenordnung sind durchaus normal

Momentan werde man noch keine Klage einreichen, es würden aber sicher zivilrechtliche Forderungen gegenüber der Zentralbahn gestellt. "Die Forderungen stellen wir, weil der Bahnübergang am Unfallort  überhaupt nicht gesichert ist, wenn man von der Strasse her kommt", so Aliotta. In den konkreten Fall seien vier Familien aus Israel involviert. Es seien Familien mit vielen kleinen Kindern betroffen. Es sei durchaus gängig, dass Schadenersatzsumme in dieser Grössenordnung gefordert würden. Zuerst müssen nun die Untersuchungen zum Unfall-Hergang abgeschlossen werden.

Die Zentralbahn wollte sich auf Anfragen noch nicht zu den Haftungsfragen äussern. Man rechne allerdings bereits mit einem Millionenschaden.

Die israelischen Touristen wollten am 11. August 2014 einen Wasserfall bei Wolfenschiessen fotografieren. Beim Überqueren des unbewachten Bahnübergangs Allmend wurde ihr Minibus von der Zentralbahn erfasst.

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