Nidwaldner Stimmvolk entscheidet über Frühfranzösisch

Parlament lehnt SVP-Volksinitiative ab

Stimmvolk entscheidet ob an den Primarschulen weiterhin Französisch unterrichtet werden soll.

Im Kanton Nidwalden muss das Stimmvolk darüber entscheiden, ob an der Primarschule weiterhin zwei Fremdsprachen unterrichtet werden. Das Kantonsparlament hat eine Volksinitiative der SVP mit 37 zu 17 Stimmen abgelehnt. Diese verlangt, dass Primarschüler nur noch Englisch lernen und kein Französisch mehr. Der Regierungsrat unterstützt diese Initiative, weil viele Kinder mit zwei Fremdsprachen überfordert seien. Die meisten Parlamentarierinnen und Parlamentarier äusserten aber die Befürchtung, dass sich Nidwalden so bildungs-politisch isolieren könnte. Damit hat nun das Stimmvolk das letzte Wort, voraussichtlich am 8. März 2015. 

In mehreren Deutschschweizer Kantonen wird derzeit darüber diskutiert, ob Französisch in der Primarschule abgeschafft werden soll. In der Romandie wird befürchtet, dass so der nationale Zusammenhalt gefährdet wäre. 

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