Velos stehen weiterhin vor der Tourist Information

Stadtparlament Luzern ist gegen die geplanten Sitzbänke

Enge Platzverhältnisse vor der Luzerner Tourist Information: Für die Fussgänger bleibt nur wenig Platz. "Drahtesel" anstatt Sitzbänke: Das Luzerner Stadtparlament lehnte die Pläne der Regierung mit 22 zu 21 Stimmen ab. Die Tourist Information der Stadt Luzern: Die Veloabstellplätze auf dem Trottoir davor bleiben erhalten.

Vor der Tourist Information in der Stadt Luzern bleiben die bisherigen Veloabstellplätze bestehen. Das Stadtparlament hat die Pläne der Regierung abgelehnt, die Veloplätze durch zwei Sitzbänke zu ersetzen, um mehr Platz für die Touristen zu schaffen. Ein Vorstoss der SP, der Grünen und Grünliberalen wurde hauchdünn mit 22 gegen 21 Stimmen angenommen.

Sitzbänke mit Blick auf eine dreispurige Strasse

Jährlich gehen bei der Tourist Information rund 350'000 Besucherinnen und Besucher ein und aus. Die Stadtregierung wollte deshalb mehr Platz schaffen. Geplant war, die rund 40 Veloabstellplätze durch zwei Sitzbänke zu ersetzen. Doch das Stadtparlament stoppte diese Pläne. Die SP fragte sich, ob es tatsächlich erstrebenswert sei, auf einer Sitzbank auf die starkbefahrene, dreispurige Zentralstrasse zu blicken. Zudem gebe es bereits heute zu wenige Abstellplätze für Fahrräder rund um den Bahnhof.

Die Tourist Information könnte auch umziehen

Bei der FDP wies man dagegen darauf hin, dass seit eineinhalb Jahren die neue Velostation beim Bahnhof in Betrieb sei. Dort gebe es genügend Abstellplätze, und den Velofahrern sei auch ein kurzer Fussmarsch durchaus zuzumuten. Die Grünliberalen machten gar den Vorschlag, dass man doch die Tourist Information an die verkehrsarme Bahnhofstrasse verlegen sollte. Dort könnte man repräsentative Räumlichkeiten einrichten mit direktem Blick auf die Reuss.

Gleichzeitig kündigte die Stadtregierung an, dass bis nächstes Jahr ein neues Veloparkierungs-Konzept vorgestellt wird. Nötig sind bis zu 2‘000 zusätzliche Velo-Plätze.

 

Audiofiles

  1. Veloplätze bei der Tourist Information sollen bleben. Audio: Urs Schlatter

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