Zuger Kantonsparlament möchte längere Züge zwischen Luzern und Zürich

Ob nun wirklich etwas passiert, bleibt aber fraglich

Der Platz ist knapp – das Gedränge gross. Die Züge zwischen Luzern und Zürich sind in den Stosszeiten oft überlastet. Das Zuger Kantonsparlament gibt deshalb der Regierung den Auftrag, zu handeln. Konkret soll sich die Kantonsregierung dafür einsetzen, dass die Perrons in Rotkreuz und Baar verlängert werden. So könnte die SBB mit längeren Zügen fahren. Philip Brunner von der SVP: „400 Meter lange Züge statt 300 Meter lange Züge bieten pro Stunde gegenüber heute 1'000 Sitzplätze mehr.“

Der Nutzen des Entscheides ist fraglich

Ob dieser Einsatz der Kantonsregierung wirklich etwas bringt bleibt offen. Denn, der Kanton Zug habe beim Fernverkehr wenig zu sagen, sagt Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel. Der Kanton Zug bestelle keinen Fernverkehr, er bestelle Regionalverkehr.  „Das heisst, wir sind nicht Verhandlungspartner, wir sind einfach Bittsteller.“ Man könne nur fordern und gute Vorschläge machen. Und das mache man bereits.

Die SBB spielt nicht mit

Weiter argumentierte die Kantonsregierung, dass diese Perronverlängerungen nichts bringen würden, da die SBB sicher bis 2025 keine längeren Züge einsetzen möchten. Diese Argumente überzeugten das Kantonsparlament aber nicht. Es will den Druck weiter aufrechterhalten.

Audiofiles

  1. Zuger Kantonsparlament möchte längere Perrons in Baar und Rotkreuz. Audio: Raphael Reichen

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