Kursausdünnung bei den Bus-Linien in Luzern

Kantonsparlament beschliesst Einsparungen beim öV

Der neue Bus der vbl-Linie 1: In Zukunft gibt es weniger Geld für den öffentlichen Verkehr.

Im Kanton Luzern gibt es weniger Geld für Bus und Bahn. In der Spardebatte hat das Luzerner Kantonsparlament gestern entschieden, in den kommenden vier Jahren beim Globalbudget für den öffentlichen Verkehr über 3,5 Millionen Franken einzusparen. Betroffen sind vor allem Linien in der Stadt und Agglomeration Luzern.

Angst vor noch mehr Staus

SP-Kantonsparlamentarier Marcel Budmiger zeigte sich enttäuscht. Dass ausgerechnet in der Stadt mit einem gut ausgebauten Busnetz die Linien ausgedünnt werden, sei unverständlich. Viele Leute würden gerade wegen dem guten öV-Angebot freiwillig auf ein eigenes Auto verzichten. Er befürchtet nun noch mehr Staus. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann wies darauf hin, dass die Linien in den Randzeiten ausgedünnt würden, sicher nicht in den Hauptverkehrszeiten.

Erst im vergangenen April hatte das Kantonsparlament dem kantonalen öV-Bericht zugestimmt, welcher den Ausbau von Bus- und Bahnlinien beinhaltet. Dass eine bürgerliche Mehrheit nun bereits wieder sparen will, sorgte auf linker Seite für Kopfschütteln.

 

Audiofiles

  1. Luzerner Kantonsparlament spart bei Bus und Bahn. Audio: Urs Schlatter

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