Küssnachter Klausjagen begeistert wieder Tausende

Rund 20'000 beobachten am Strassenrand traditionelles Treiben

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  1. Klausjagen in Küssnacht am Rigi begeistert tausende von Menschen. Audio: Thomas Zesiger
Rund 200 Iffelen-Träger machten am Küssnachter Klausenjagen 2015 mit. Sich drehend und tanzend zogen die Iffelen-Träger durch die Küssnachter Strassen. Das Kerzenlicht durch das Seidenpapier erzeugt ein ganz spezielle Stimmung. Begleitet auch vom Samichlaus und seinen Helfern. Begleitet auch vom Samichlaus und seinen Helfern. Der Umzug wurde musikalisch untermauert durch die Melodien der Bläser... ...und Trichler.

In der Schwyzer Gemeinde Küssnacht wurde gestern um 20.15 Uhr wieder alles dunkel - kein Licht brannte mehr. Dann kam es zum Böllerknall und damit war das Klausenjagen 2014 eröffnet. „Wenn man es mal gesehen hat in dieser tief dunkle Nach. Das ist etwas sehr archaisches. "Es geht enorm unter die Haut!", schwärmt René Räber, Klausenpräsident von Küssnacht.

Staunende Gesichter, Iffelen, Klausjäger, Treicheln, Hörner, Geisslenchlöfer und der Samichlaus - das traditionelle Klausjagen in Küssnacht hat gestern Abend Tausende Besucher angelockt. Rund 20‘000 Gäste von nah und fern standen am Strassenrand und verfolgten das Spektakel der rund 1‘500 Mitwirkenden.

Die Entstehung des Brauchs sei nicht ganz klar, so René Räber: „Die einen sagen, dass es ein altgermanischer Brauch ist, der versuchte die Geister auszutreiben. Die anderen tendieren wegen den Iffelen und dem Samichlaus eher zum Christentum.“

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