Euro-Kurs auf tiefstem Stand seit 2006

Gerüchte über Griechenland belasten

Der Euro-Kurs sinkt weiter nach unten. Die Lage in Griechenland und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB haben den Euro-Kurs in den ersten Handelsstunden der neuen Woche bis auf 1.18 Dollar fallen lassen. Das ist der tiefste Stand seit März 2006.

Mit dem Rückgang setzt der Euro die Talfahrt der vergangenen Monate fort. Im Mai 2014 hatte die Gemeinschaftswährung noch fast 1.40 Dollar gekostet, verlor dann aber kontinuierlich an Wert.

"Spiegel"-Bericht sorgt für Diskussionen

Händler begründeten den aktuellen Kursverlust mit der Lage in Griechenland. Drei Wochen vor den dortigen Neuwahlen ist die Debatte über einen Austritt des Krisenlandes aus der Eurozone wieder voll entbrannt. Auslöser ist ein "Spiegel"-Bericht, gemäss dem die deutsche Regierung ein Ausscheiden des hoch verschuldeten Landes aus der Währungsgemeinschaft inzwischen für verkraftbar hält.

Negativzinsen der EZB

Auch die Geldpolitik der EZB spielt eine Rolle. Die Europäische Zentralbank hatte im Sommer als erste grosse Notenbank der Welt "Strafzinsen" für Einlagen von Banken eingeführt. Das heisst, dass die europäischen Geldhäuser für bei der Zentralbank geparktes Geld Zinsen zahlen müssen, anstatt wie sonst üblich welche zu bekommen.

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