Biologische Vaterschaft reicht nicht für Zugang zu Kindern

Das Bundesgericht hat einen Entscheid der Kinderschutzbehörde im Fall eines Eritreers gestützt

 

Die biologische Vaterschaft reicht nicht für Zugang zu eigenen Kindern. Das Bundesgericht in Lausanne hat einen Entscheid der Kinderschutzbehörde Kesb im Kanton Basel gestützt.  Dort hat der genetische Vater dreier eritreischer Flüchtlingskinder die elterliche Sorge nicht zugesprochen erhalten, auch wenn die Mutter Ende 2012 verstorben ist. 

Für die Erteilung des Eltern-Sorgerechts fehlt gemäss der Kesb das sogenannte rechtliche Kindsverhältnis, weil die  aus Eritrea stammenden Eltern vor fünf Jahren in Italien nur kirchlich geheiratet hatten. Ohne Gang ins Zivilstandsamt wird eine solche Eheschliessung in Italien nicht anerkannt. Und das könne auch die Schweiz nicht ändern schreibt das Bundesgericht in seinem Urteil.

Die Kinder leben auf Geheiss der Kinderschutzbehörde bei Pflegefamilien.

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