Anti-Terror-Einsatz in Belgien mit zwei Toten

In der Stadt Verviers kam es zu Schiessereien und Explosionen

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Belgien sind gestern Abend zwei mutmassliche Islamisten von der Polizei erschossen worden. Die Verdächtigen hätten Anschläge im grossen Stil geplant, erklärte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel. Eine dritte Person sei bei dem Einsatz in der Kleinstadt Verviers festgenommen worden.

Im ganzen Land habe es rund ein Dutzend Razzien im Zusammenhang mit mutmasslichen Anschlagsplänen auf belgische Polizeistationen gegeben. Bisher sei keine direkte Verbindung zu den Terroranschlägen auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt in Paris erkennbar.

Ermittlungen liefen bereits vor den Anschlägen in Paris

Von der mutmasslichen belgischen Gruppe seien mehrere Personen aus dem syrischen Bürgerkrieg zurückgekehrt. Die Ermittlungen gegen sie hätten bereits vor den Anschlägen von Paris begonnen. Bei dem Anti-Terror-Einsatz seien keine Polizisten verletzt worden.

Die Verdächtigen hätten sofort mit militärischen Waffen und für mehrere Minuten das Feuer auf das Sonderkommando der Polizei eröffnet, bevor sie neutralisiert worden seien, so die Staatsanwaltschaft.

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