Wahlen 2015: Der Kampf um die Sitze geht los

Wie sind die Parteien aufgestellt?

Das Luzerner Kantonsparlament.

Alle vier Jahre gilt es ernst für Politiker und Politikerinnen. Dann kommt aus, ob sie zur Zufriedenheit der Wähler geamtet haben oder nicht.

Im Kanton Luzern geht es noch knapp neun Wochen, bis gewählt wird (am 29. März), die ersten Wahlplakate hängen bereits. Mit wahlweise ernster, sympathischer oder interessierter Miene blicken die Volksvertreter in spe von den Wänden herab, weibelnd um die Gunst der Wähler. Plakate seien allerdings kein alleiniges Erfolgsrezept, verrät Olivier Dolder, Politikwissenschaftler vom Forschungs- und Beratungsunternehmen Interface. Stattdessen sei der Kontakt mit der Bevölkerung nach wie vor entscheidend.

"Lieber keine Webseite, als eine schlechte" (Olivier Dolder)

Die Kandidaten müssten versuchen, sogenannte Multiplikatoren zu gewinnen, also Leute, die ihre Wahlempfehlung wiederum weitergeben. Ausserdem werde auch die virtuelle Welt immer wichtiger. Dolder meint aber, dass eine allfällige Webseite auch gut gemacht sein müsse, ansonsten sei die Wirkung eher kontraproduktiv.

Bei den Wahlen vor vier Jahren konnten im Kanton Luzern vor allem die Grünliberalen (GLP) reüssieren. Sie holten auf Anhieb sechs Sitze im Kantonsparlament. Dass die GLP erneut einen solchen Exploit hinlegt, bezweifelt Olivier Dolder. Allerdings zeigen die nationalen Tendenzen, dass die GLP erneut leicht gewinnen dürfte. Diese Sitze würden unter anderem auf das Konto der CVP gehen. Der Kanton Luzern gilt zwar als CVP-Hochburg, dennoch dürfte die bürgerliche Partei Sitze verlieren, prognostiziert Dolder.

Schwierig sei die Vorhersage für die beiden links- und rechts Pole, SP und SVP. Die Tendenzen für die SVP zeigen auf nationaler Ebene gegen unten, dennoch konnte die Partei bei den vergangenen Wahlen leicht zulegen. Die SP hingegen dürfte bei den Wahlen im März leicht gewinnen.
Spannende Regierungswahl

In der Kantonsregierung kommt es zum Kampf um den frei werdenden Sitz von SP-Frau Yvonne Schärli. Die SP schickt Kandidatin Felicitas Zopfi als Nachfolgerin ins Rennen. Angegriffen wird der Sitz von der SVP mit dem Krienser Gemeindepräsident Paul Winiker. Bei den Grünen steht derweil Michael Töngi als Kandidat für den Regierungsratsitz bereit, daneben erheben auch die jungen Grünen Anspruch auf den Sitz und schicken die 21-jährige Irina Studhalter ins Rennen.

Audiofiles

  1. Der Wahlkampf geht los.. Audio: Roman Gibel

Kommentieren

comments powered by Disqus