Häusliche Gewalt konsequenter verfolgt

Der Bundesrat will verhindern, dass Verfahren vorzeitig eingestellt werden

Die häusliche Gewalt soll künftig konsequenter geahndet werden

Der Bundesrat will eine konsequentere Strafverfolgung bei häuslicher Gewalt. Künftig soll es nicht mehr allein vom Willen des Opfers abhängen, ob ein Verfahren fortgeführt wird oder nicht.

Häusliche Gewalt ist zwar schon seit 10 Jahren ein Offizialdelikt, das heisst, die Behörden greifen ein, auch wenn das Opfer keinen Antrag stellt. Diese Gesetzesänderung hat aber nicht zu mehr Verurteilungen geführt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die meisten Verfahren eingestellt werden, wenn das Opfer dies so will. Künftig sollen die Behörden nicht mehr in jedem Fall nachgeben. Sie sollen neben der Aussage des Opfers auch noch weitere Umstände berücksichtigen, zum Beispiel untersuchen, ob Kinder betroffen sind, oder ob sich Täter und Opfer auf eine Lösung des Konflikts verständigt haben.

Mit diesen Änderungen will der Bundesrat die Situation der Opfer verbessern und diese von ihrer Verantwortung entlasten.

 

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