Preiswert und umweltfreundlich Heizen

In Cham und Littau wollen die Wärmeverbände neue Wege einschlagen

In vielen Schweizer Haushalten und Unternehmen wird nach wie vor mit Öl oder Gas geheizt. Geht es nach der Gemeinde Cham oder dem Luzerner Stadtteil Littau soll sich dies aber in naher Zukunft ändern. 

Cham setzt auf vorhandene Abwärme

Die Gemeinde Cham betreibt seit Jahren eine fortschrittliche Energiepolitik und wurde bereits drei Mal mit dem Energielabel Gold ausgezeichnet. Ab Herbst 2016 möchte der Wärmeverbund Cham das Zentrum nun mit Abwärme heizen. Diese vorhandene Abwärme soll von der Pavatex AG und der Kläranlage Schönau genommen werden. Mit dem Projekt könnten nach Angaben des Wärmeverbundes bis zu 80%  der heutigen C02 Emissionen vermieden werden. Das Projekt des Wärmeverbundes wird den Bürgerinnen und Bürger heute, Donnerstag 5. März 2015, detailliert vorgestellt.

Littau setzt auf einheimische Holzenergie

Im Luzerner Stadtteil Littau werden heute noch fast alle Gebäude fossil geheizt.  Der Wärmeverbund Littau AG möchte dies ändern und plant eine Heizzentrale zu bauen. So sollen Holzschnitzel aus den nahe gelegenen Wäldern in die Heizzentrale gebracht werden. Dort  wird Wasser erwärmt, welches dann in die Haushalte geführt wird. Die Anlage soll bereits 2017 ihren Betrieb aufnehmen und umgerechnet über eine Million Liter Heizöl pro Jahr durch nachwachsendes Holz ersetzten. Dadurch würden sich jährlich gegen 3'000'000 Kilogramm C02 einsparen lassen, teilt der Wärmeverbund Littau mit.

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