Hausarzt-Beruf wieder attraktiver

Massnahmen des Kantons Luzern tragen Früchte

...Kontrolle ist besser

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  1. Wieder mehr junge Ärzte wollen im Kanton Luzern Hausarzt werden. Audio: Lukas Keusch

Im Kanton Luzern hat der Beruf des Hausarztes bei den jungen Ärzten wieder an Attraktivität gewonnen. Grund dafür ist ein halbjähriges Praktikum in einer Hausarztpraxis, welches der Kanton mitfinanziert. Das Praktikumsangebot gibt es nun seit knapp drei Jahren.

13 Praktikanten arbeiten inzwischen als Hausarzt im Kanton Luzern

Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf: "Von insgesamt 49 Praktikantinnen und Praktikanten haben 13 im Kanton Luzern als Hausärzte weitergearbeitet, zwei ausserkantonal. Das bezeichnen wir als Erfolg." Das Gesundheitsdepartement geht davon aus, dass noch weitere den Hausarztberuf ergreifen werden, denn mehr als die Hälfte der 49 Nachwuchsärzte befindet sich zur Zeit noch in der Weiterbildung zum Grundversorger.

Weiterhin zu wenig Hausärzte auf dem Land

Ziel des Praxisassistenzprogrammes ist es, dem drohenden Hausärztemangel entgegenzuwirken. Es bestehe aber weiteren Handlungsbedarf, so Guido Graf. Die meisten neuen Hausärzte haben sich im städtischen Gebiet angesiedelt. Dabei sei der Bedarf vor allem in ländlichen Gebieten enorm hoch.

Der Kanton Luzern übernimmt zwei Drittel der Lohnkosten der jungen Ärzte, die das Praktikum absolvieren. Er wird sich weiterhin mit jährlich 1,2 Millionen Franken am Programm beteiligen.

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