Was hat sich für die Mieter geändert?

Seit 2015 gibt es im Kanton Luzern keine Liegenschaftssteuer mehr

Die neuen Genossenschafts-Wohnungen der ABL im Weinbergli

Mit 57% hat das Luzerner Stimmvolk der Abschaffung der Liegenschaftssteuer vor rund einem Jahr zugestimmt. Davon sollten nicht nur die Hauseingentümer, sondern auch die Mieter profitieren. Der Hauseigentümerverband Luzern und der Mieterinnen- und Mieterverband Luzern haben gemeinsam mitgeteilt, dass die Weitergabe der Liegenschaftssteuer-Gelder Ehrensache der Vermieter sei.

Nur Einzelfälle sind bekannt

Wie sich auf Anfrage von Radio Pilatus beim Mieterinnen- und Mieterverband Luzern aber gezeigt hat, wurde nur von vereinzelten Fällen berichtet, bei denen die Vermieter aus eigenen Stücken die Mietpreise anpassten. So empfiehlt der Mieterverband, dass sich die Mitglieder mit einem eingeschriebenen Brief an die Vermieter wenden und um eine Anpassung der Miete bitten. Da im Juni auch der Referenzzinssatz von 2 auf 1,75 Prozent sinken wird, können die Mieter so gleich beide Änderungen geltend machen, sagt Beat Wicki, der Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverband Luzern.

Die Mieter müssen aktiv werden

Karl Rigert, der Präsident des Hauseigentümerverbandes Luzern, sagte gegenüber Radio Pilatus, dass der Verband seinen Mitgliedern empfehle, die Mieten unaufgefordert anzupassen. Mehr könne der Hauseigentümerverband aber nicht machen. Rechtlich gesehen handle es sich um eine Holschuld, so Rigert weiter.

Audiofiles

  1. Beitrag zur Liegenschaftssteuer. Audio: Caspar van de Ven

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