Luzerner Grüne verzichten auf 2. Wahlgang

Damit dürfte es zum Dreikampf Schwerzmann, Winiker und Zopfi kommen

Michael Töngi, Regierungsrats-Kandidat der Grünen Luzern, tritt beim 2. Wahlgang nicht mehr an. Der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann: Schafft er die Wiederwahl? Paul Winiker, Regierungsratskandidat der SVP Felicitas Zopfi, Regierungsratskandidatin der SP

Der zweite Wahlgang der Luzerner Regierungsratswahlen findet ohne einen Kandidaten der Grünen statt. Dies haben die Delegierten gestern Abend entschieden. "Nach einem engagierten und erfrischenden Wahlkampf und einem respektablen Ergebnis tritt Michael Töngi nicht zum zweiten Wahlgang an", heisst es in einer Mitteilung der Grünen Luzern.

Grüne unterstützen Zopfi
Nun gelte es, den linken Sitz in der Regierung zu sichern. Die Grünen unterstützen im zweiten Wahlgang die SP-Kandidatur von Felicitas Zopfi. "Der Kanton Luzern regiert von fünf bürgerlichen Herren – ein unvorstellbares Szenario für die Grünen und eine Sackgasse für den Kanton. Ökologische und soziale Anliegen brauchen ein starke Stimme und die weibliche Bevölkerungsmehrheit eine kraftvolle Vertretung im Regierungsrat."

Dreikampf zwischen SVP, SP und Schwerzmann
Im zweiten Wahlgang der Luzerner Regierungsratswahlen am 10. Mai kommt es damit voraussichtlich zu einem Dreikampf zwischen Paul Winiker von der SVP, Felicitas Zopfi von der SP und dem parteilosen bisherigen Regierungsrat Marcel Schwerzmann geben. Schwerzmann hatte im ersten Wahlgang besser abgeschnitten als Winiker und Zopfi. Der amtierende Finanzdirektor erhielt 43'562 Stimmen. Der SVP-Kandidat Winiker erhielt 42'842 Stimmen. Felicitas Zopfi von der SP kam auf 34'231 Stimmen. Entscheidend wird aber einerseits, welche Kandidaten die grossen Luzerner Parteien CVP und FDP offiziell unterstützen. Das entscheiden die beiden Parteien morgen Abend an den jeweiligen Delegiertenversammlungen. Andererseits wird aber auch ganz wichtig, wer seine Wähler mobilisieren kann.

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