Erdbeben in Nepal: Zahl der Toten steigt auf 3800

Über 1000 Bergsteiger zum Zeitpunkt des Bebens im Basislager

Helfer suchen nach überlebenden Bergsteigern am Mount Everest.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal am Samstag steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Wie der Leiter des Katastrophenschutzes von Nepal berichtet, wurden bislang über 3800 Tote und mehr als 6500 Verletzte gezählt. Die Suche nach weiteren Leichen geht unterdessen weiter. Mit Schaufeln, Eimern und den blosen Händen wird in den Trümmern weitergesucht. Nach wie vor kommt es immer wieder auch zu starken Nachbeben.

Am Samstag hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 die Himalaya-Region rund um Nepal erschüttert. Neben den Zahlreichen Todesopfern wurden auch viele Gebäude zerstört, darunter auch UNESCO Weltkultur-Erbe. Viele Menschen hatten die Nacht im Freien verbracht. Da es immer wieder kleinere Nachbeben gibt, wollen viele nicht mehr zurück in ihre Häuser, aus Angst, dass diese einstürzen könnten.

400 ausländische Bergsteiger am Mount Everest
Unterdessen sind auch Rettungsteams am Mount Everest eingetroffen und helfen bei der Suche nach Verschütteten. Die ersten Verletzten seien bereits ausgeflogen worden, teilte ein rumänischer Bergsteiger via Twitter mit. Bislang seien 17 Leichen geborgen worden. Diese seien von einer Lawine verschüttet worden, welche durch das Erdbeben ausgelöst worden war. Unter den Toten befindet sich auch ein Ingenieur von google. Der nepalesische Tourismusdirektor geht davon aus, dass sich zum Zeitpunkt des Erdbebens mindestens 1000 Bergsteiger im Basislager des Mount Everest aufhielten oder bereits mit der Besteigung des höchsten Berges der Welt begonnen hatten. Fast die Hälfte der Bergsteiger seien vermutlich Ausländer gewesen. 

Audiofiles

  1. Lage in Nepal nach Erdbeben (Beitrag 26. 4. 2015). Audio: Manuela Marra
  2. 83 Nachbeben, über 3600 Tote und mehr als 6500 Verletzte (Beitrag 27. 4. 2015). Audio: Lukas Keusch
  3. Glückskette und Caritas sammeln für die Opfer (Beitrag 27. 4. 2015). Audio: Rolf Blaser

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