Labor der Urkantone warnt vor Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet haben bei den Tests ungenügend abgschnitten

Proteinshakes und Ernährung aus dem Internet, mit der man das Gewicht kontrollieren kann, entsprechen in den meisten Fällen nicht dem Schweizerlebensmittelgesetzt. Dies teilt das Laboratorium der Urkantone mit. Im vergangenen Jahr seien 15 der insgesamt 17 untersuchten Produkte seien ungenügend gewesen.

15 der insgesamt 17 untersuchten  Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen mussten beanstandet werden, so Kantonschemiker Daniel Imhof gegenüber Radio Pilatus. "Die beanstandeten Proben waren hinsichtlich der Kennzeichnung oder der Deklaration von den Inhaltsstoffen nicht konform.", sagt Daniel Imhof. Vielfach kämen die Produkte aus dem Ausland und werden via Post direkt an den Konsumenten gesendet. "Wir können die Absender im Ausland nicht bestrafen.", so Daniel Imhof weiter. Er fordert deshalb schärfere Zollkontrollen: "Das Sperren von Internetplatformen, welche diese Produkte vertreiben bringt, nicht viel. Ersten können wir nur Domains sperren, die ein '.ch' haben, zweitens ändern die entsprechenden Platformen jeweils kurzerhand die Domain, wenn sie auf unseren Radar kommen.", erklärt der Kantonschemiker der Urkantone weiter.

Einige der Stoffe  können gesundheitsschädlich sein

Darum sei die Sensibiliesierung der Konsumenten enorm wichtig. "Die Produkte helfen sicherlich beim Abnehmen, jedoch nicht so fest wie sie es versprechen.", hält Daniel Imhof fest.  Zudem gebe es einge davon, die wirklich gesundheitsschädlich sein können, so Kantonschemiker weiter.

Traditionelle Lebensmittel und das Trinkwasser haben gut abgschnitten

Gute Nachrichten gibt es bei Lebensmitteln und Trinkwasser, welche über die gewohnten Verkaufswege an den Konsumenten gelangen. Hier sei die Qualität konstant auf hohem Niveau, so das Laboratorium der Urkantone weiter. Das Laboratorium führte in Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden im vergangenen Jahr rund 1‘400 Inspektionen durch. Dabei wurden über 220 Proben beanstandet. In den meisten Fällen waren vorgekochte Speisen nicht in Ordnung. Daneben kontrollierte das Laboratorium in Restaurationsbetrieben, Bäckereien, Kiosken und anderen Läden genussfertige Lebensmittel auf Hygiene. Von über 1‘000 Proben wurden 19 Prozent beanstandet. Die Quote war gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gestiegen.

Audiofiles

  1. Labor der Urkantone warnt vor ungesunden Proteinshakes. Audio: Matthias Oetterli

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