FCL macht erneut Millionen-Verlust

Im vergangenen Jahr waren es 1,85 Millionen Franken

Haben das Lachen nach der FCL-GV trotz Millionen-Verlust nicht verlernt: Präsident Ruedi Stäger, Finanzchef Sandro Wyss und Verwaltungsrat Marco Castellaneta. Der FCL präsentierte an der GV in der Swissporarena für das Jahr 2014 einen Verlust von 1,85 Millionen Franken.

Der FC Luzern hat im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 1,85 Millionen Franken gemacht. Dies gab der FCL an der jährlichen Generalversammlung in der Swissporarena bekannt. Seit 2008 schreibt der FC Luzern jedes Jahr rote Zahlen in Millionenhöhe. Einmal mehr sprangen die FCL-Investoren ein und deckten das Loch in der Kasse mit einer Zahlung von 2 Millionen Franken. Das Budget für die erste Mannschaft betrug im vergangenen Jahr 7,5 Millionen Franken, weitere 2,8 Millionen flossen in den Nachwuchs. 

Fehlende Zuschauer und hohe Zusatzkosten in Luzern

Das erneute Minus des FC Luzern ist keine Überraschung. Dass es fast zwei Millionen sind, auch nicht. Man muss schon fast sagen, was nur zwei Millionen? Denn, das Jahr 2014 war ein schwieriges für den FCL. Der Erfolg bliebt fast gänzlich aus, von 36 Meisterschaftsspielen konnten die Luzerner lediglich acht Partien gewinnen. Logisch, dass dann die Zuschauer ausbleiben. Der Zuschauerschnitt sank von 11'291 auf 10'555. Daher blieben Einnahmen von über 350'000 Franken aus. Weiter hat der FC Luzern mit hohen Fixkosten zu kämpfen. Wegen der Billettsteuer im Kanton Luzern sowie der starken Beteiligung an den Polizeikosten hat der FCL gegenüber anderen Schweizer Super League-Clubs Mehrausgaben von jährlich mehreren Hunderttausend Franken. Aktuell zahlt der FCL pro Matchbesucher 3 Franken an die Polizeikosten. Im Vergleich: Der FC Basel zahlt dafür 1 Franken 80, St. Gallen beispielsweise gar nur 1 Franken 40.

Investoren sprechen Zusatzbudget für die kommende Saison

In der laufenden Saison hat der FC Luzern immer noch die Möglichkeit, sich für die Europa League zu qualifizieren. Das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League hat sich der FCL für die Zunkuft dann auch zum Ziel gesetzt. Dort könnten die Luzerner nämlich jenes Geld verdienen, welches ihnen in den vergangenen Jahr stets gefehlt in der Endabrechnung hat. Zudem ist es laut Präsident Ruedi Stäger auch höchste Zeit, dass der FCL endlich wieder Junioren gross rausbringt, um diese dann später einmal wie einst Pirmin Schwegler oder Fabian Lustenberger teuer ins Ausland verkaufen zu können. Für die neue Rechnung im Jahr 2015 könnten aktuelle Spieler wie Jantscher, Schneuwly oder Freuler Gold bzw. Millionen wert sein. Damit solche Spieler bei einem allfälligen Verkauf valabel ersetzt werden könnten, haben die FCL-Investoren für die kommende Saison ein Zusatzbudget von mehreren Hundertausend Franken gesprochen. Dieses Geld könnte der FCL auch einsetzen, um die Verträge von Jantscher und Co. so zu verbessern und zu verlängern, dass die Leistungsträger mindestens noch ein weiteres Jahr beim FCL bleiben.

Audiofiles

  1. FCL erneut mit roten Zahlen. Audio: Sämi Deubelbeiss

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