Bauernbetriebe stellen Flüchtlinge ein

3-jähriges Pilot-Projekt des Bauernverbandes und des Bundes

Bauernbetriebe stellen Flüchtlinge ein.

Schweizer Bauern wollen auf ihren Betrieben Flüchtlinge beschäftigen. Der Bauernverband und der Bund haben dazu ein Pilotprojekt gestartet. Beim Pilotprojekt machen 10 Bauernbetriebe mit. Dort arbeiten bereits Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene oder sie beginnen demnächst mit der Arbeit. Im ersten Monat erhalten die Flüchtlinge einen Lohn von 2'300 Franken brutto. Ab dem zweiten Monat bezahlen die Bauern den Mindestlohn gemäss Normalarbeitsvertrag, das entspricht in etwa 3'200 Franken, teilt der Bund mit.

"Für alle eine Win-Win-Situation"

Das Pilotprojekt dauert drei Jahre. Läuft es gut, sei es für alle eine Win-Win-Situation, so der Bauernverband: Die Flüchtlinge hätten eine Arbeit und verdienen Geld, es habe genügend Leute in der Landwirtschaft, und der Bund müsse weniger Geld für die Flüchtlinge ausgeben.

Die Folge der Masseneinwanderungs-Initiative

Hintergrund des Projekts sind die möglichen Folgen der Zuwanderungs-Initiative der SVP. Durch diese könnte es bald zu wenig Ausländer auf den Bauernhöfen haben. Pro Jahr arbeiten bis zu 30‘000 Personen aus dem Ausland in der Schweizer Landwirtschaft.

Audiofiles

  1. Flüchtlinge sollen auf Bauernhöfen in der Schweiz arbeiten. Audio: Franziska Boser, Radio Pilatus AG

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